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Hormone verstehen: Warum Symptome Sinn machen
Dein Körper ist nicht kaputt – er reagiert sinnvoll und möchte dir etwas sagen
Hormone haben einen schlechten Ruf. Sie gelten als launisch, unberechenbar oder als etwas, das „aus dem Gleichgewicht geraten“ ist und dringend reguliert werden muss. Doch diese Sicht greift zu kurz – und setzt viele Frauen zusätzlich unter Druck.
Die Wahrheit ist:
Dein Hormonsystem macht keine Fehler.
Es reagiert.
Auf Stress. Auf Schlafmangel. Auf emotionale Daueranspannung. Auf Anpassung. Auf das Gefühl, funktionieren zu müssen.
Das weibliche Hormonsystem ist instabiler als das männliche. Und unsere Welt wurde für Männer designt und nicht für Frauen.
Hormonelle Symptome sind keine Störung – sie sind eine Sprache.
Und bevor wir lernen können, tiefer zuzuhören, braucht es erst eines: Verständnis.
Was Hormone eigentlich sind
Hormone sind biochemische Botenstoffe. Sie werden in Drüsen gebildet und über das Blut zu ihren Zielorten transportiert. Dort lösen sie Reaktionen aus – körperlich, emotional und mental.
Wichtig ist dabei:
Hormone arbeiten nicht isoliert.
Sie stehen in ständigem Austausch mit
- dem Nervensystem
- dem Immunsystem
- dem Stoffwechsel
- unseren Emotionen
- unserem Lebensrhythmus
Das bedeutet: Du kannst kein einzelnes Hormon „reparieren“, ohne den Gesamtzustand deines Körpers mitzudenken.
Das Nervensystem – der eigentliche Dirigent
Ein entscheidender Punkt, der oft übersehen wird:
Das Nervensystem steuert das Hormonsystem.
Wenn dein Körper sich sicher fühlt, können andere Hormone wirken als in einem Zustand von Dauerstress.
- Sicherheit → Regeneration, Zyklus, Libido
- Stress → Überleben, Rückzug, Erschöpfung
Viele hormonelle Beschwerden entstehen weil der Körper glaubt, sich schützen zu müssen.
Um sich zu schützen werden mehr Nährstoffe verbraucht und es startet eine Abwärtsspirale.
Die wichtigsten Hormone – verständlich erklärt
Cortisol – das Stresshormon
Cortisol sorgt dafür, dass wir handlungsfähig sind. Kurzfristig ist es lebenswichtig.
Problematisch wird es, wenn Cortisol chronisch erhöht ist:
- Schlafprobleme
- Erschöpfung
- Zyklusunregelmäßigkeiten
- Gewichtszunahme
Weil dein Körper keine Entwarnung bekommt, schüttet er unentwegt Cortisol aus.
Östrogen & Progesteron – Zyklus & innere Balance
Diese beiden Hormone arbeiten im Zusammenspiel.
- Östrogen: Aufbau, Energie, Kontakt
- Progesteron: Ruhe, Integration, Rückzug
Viele Frauen haben kein reines Hormonproblem, sondern in unserem System ein Rhythmusproblem:
Zu viel Leistung, zu wenig zyklisches Leben.
Insulin – Stabilität & Regulation
Insulin reguliert den Blutzucker.
Ständige Blutzuckerschwankungen wirken wie Stress auf den Körper:
- Heißhunger
- Reizbarkeit
- Energietiefs
Ein stabiler Blutzucker ist eine der wichtigsten Grundlagen für hormonelle Balance.
Melatonin – Regeneration & Schlaf
Melatonin wird vor allem nachts gebildet – im Dunkeln und in Ruhe.
Schlafprobleme sind selten nur ein Melatonin-Mangel.
Oft sind sie ein Zeichen dafür, dass der Körper nicht loslassen kann.
Oxytocin – Bindung & Sicherheit
Oxytocin entsteht durch:
- Berührung
- Nähe
- ehrliche Verbindung
Ein Mangel an Oxytocin lässt sich durch Beziehung beheben. Nicht durch Supplemente.
Echte Lösungen – was dein Körper wirklich braucht
Bevor wir tiefer eintauchen und über Chakren, Archetypen oder tiefere Ebenen sprechen, braucht es eine stabile Basis.
1. Nervensystem regulieren
- Pausen ohne Zweck
- langsames Atmen
- Berührung
- Natur
2. Blutzucker stabilisieren
- regelmäßig essen
- ausreichend Eiweiß
- keine extreme Disziplin
3. Schlaf & Rhythmus
- feste Zeiten
- Dunkelheit
- weniger Stimulation am Abend
4. Zyklisch leben
- nicht jeden Tag gleich funktionieren
- Rückzug erlauben
- Leistung relativieren
Ein neuer Blick auf Symptome
Was wäre, wenn deine Symptome keine Gegner wären?
- Die Erschöpfung will dich bremsen
- Die Zyklusprobleme wollen Rhythmus
- Die Schlaflosigkeit will Vertrauen
Nicht alles ist psychisch.
Nicht alles ist körperlich. Aber wir sind mehrdimensionale Wesen. Wir sind Seelen, wir sind feinstofflich, wir sind Frequenz, wir sind Schwingung.
Und jetzt?
Hormone reagieren nicht nur auf Nahrung und Schlaf.
Sie reagieren auch auf emotionale Zustände, innere Spannungen und unbewusste Muster.
Im nächsten Beitrag gehen wir einen Schritt weiter:
Dein Körper spricht.
Die Frage ist nicht, ob – sondern, ob du beginnst zuzuhören.

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